FAQ

Ihre Fragen beantwortet

Sind nicht die fossilen Brennstoffe das Problem?

Fossile Brennstoffe sind ein wichtiger Teil des Problems, aber nicht die einzige Ursache für die globale Erwärmung und die Umweltkrise. Die Tierhaltung ist einer der Hauptverursacher von Kohlendioxid-, Methan- und Lachgasemissionen und eine der Hauptursachen für schwere Umweltschäden, den Verlust der biologischen Vielfalt, Verschmutzung, Versauerung der Meere, Artensterben, Wasserverschwendung und viele andere drängende Probleme.

Wir müssen beide Probleme gleichzeitig angehen, wenn wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abwenden wollen. Nach Ansicht des IPCC-Experten Peter Carter vom Climate Emergency Institute müssen wir alles tun, und zwar jetzt.

Unterstützen Sie die Bemühungen gegen fossile Brennstoffe, indem Sie das Fossil Fuel Treaty Abkommen unterstützen.

Warum brauchen wir noch ein Abkommen? Haben wir nicht schon das Pariser Klimaschutzabkommen?

Beim Pariser Klimaschutzabkommen geht es im Wesentlichen darum, zu verhandeln, wie viel Kohlenstoff noch in die gelangen darf, bevor wir die Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius überschreiten, aber es konzentriert sich nicht auf die Emissionsquellen. Es schweigt sich über die Tierhaltung gänzlich aus und verfügt nicht über die Kapazitäten oder Instrumente, um deren unaufhaltsame Expansion zu stoppen und umzukehren. Es ignoriert auch andere planetare Belastungsgrenzen wie die Wasserverschmutzung, Boden- und Ozeanversauerung, Todeszonen in den Ozeanen, Entwaldung und das Artensterben, die allesamt große Bedrohungen für die Zukunft unseres Planeten darstellen. So ist beispielsweise die Hühnerhaltung eine der Hauptursachen für die Versauerung der Böden.

Wie wird das Plant Based Treaty Abkommen umgesetzt werden?

Im ersten Schritt gilt es, eine globale Koalition aufzubauen. Man beginnt mit Menschen, Gruppen, Unternehmen und Städten, die Veränderungen fordern, um Druck auf nationaler Ebene aufzubauen. Das wiederum wird zu globalen Vereinbarungen über pflanzenbasierte Lösungen führen. Letztlich wird die Durchsetzung auf nationaler Ebene oder durch bilaterale und Handelsabkommen erfolgen.

Wie kann ich die Bewegung für das Plant Based Treaty Abkommen unterstützen?

Machen Sie es zu Ihrer Mission! Das Abkommen ist für alle da. Unterstützen Sie das Abkommen zunächst selbst und nehmen Sie sich vor, bei der Sammlung weiterer Unterschriften zu helfen. Dann besuchen Sie unsere Kampagnen-Seite, wo wir so viele Ressourcen wie möglich bereitstellen, damit Sie das Abkommen in Ihre persönlichen Aktionen einbinden können.

Ob Sie nun als Student:in oder Angestellte:r für eine vegane Kantine kämpfen, als Politiker:in gegen Subventionen für die Tierhaltung stimmen oder als Aktivist:in vor einem Bulldozer stehen, um zu verhindern, dass ein Wald für Tierfutter gerodet wird - Sie können Ihre Regierung auffordern, das Plant Based Treaty Abkommen zu unterstützen. Wenn wir uns mit unserem Aufruf zum Handeln zusammenschließen, sind unsere Stimmen lauter und haben eine größere Wirkung.

Ist dieser Vertrag seiner Zeit nicht zu weit voraus?

Das Plant Based Treaty Abkommen entspricht der Dringlichkeit, mit der wir konfrontiert sind, und es wird dazu beitragen, die Diskussion über die Agrar- und Ernährungswende voranzutreiben. Unser Ansatz ist wissenschaftlich fundiert und stützt sich auf die Warnungen der UNO, Breaking Boundaries, und den durchgesickerten IPCC-Bericht, der zeigt, dass wir Gefahr laufen schneller als bisher angenommen Kipppunkte auszulösen.

Wir sind hier, um die Wahrheit auszusprechen über die erforderlichen Lösungen, die noch in diesem Jahrzehnt umzusetzen sind, um die Klimakrise abzuwenden - wir haben wirklich keine Zeit zu verlieren.

Warum gibt es so viele Forderungen?

Bei der ersten Forderung, die darauf abzielt, die Zuspitzung des Problems zu verhindern, müssen wir den gesamten Produktionszyklus betrachten, d. h. Tierhaltungsbetriebe, Schlachthöfe sowie die Abholzung von Wäldern für 'Nutztierweiden' und Tierfutterplantagen.

Bei der zweiten Forderung, der Förderung der pflanzenbasierten Ernährungswende, müssen wir alle verfügbaren erzieherischen, wirtschaftspolitischen und legislativen Instrumente einsetzen.

In Bezug auf die dritte Forderung, die Wiederaufforstung, müssen wir Bäume pflanzen, um den Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden, aber wir müssen auch Torfgebiete wiederherstellen und die Ozeane wieder renaturieren.

Was ist mit "regenerativer" Beweidung?

Der Bericht "Grazed and Confused " der Universität Oxford zeigt, dass Kühe, die mit Gras gefüttert werden, mehr Treibhausgasemissionen freisetzen, als sie durch die Kohlenstoffbindung im Boden ausgleichen können. Das bedeutet, dass Tiere, die mit Gras gefüttert werden, netto zu den Treibhausgasemissionen beitragen und eine Hauptursache für die Klimakrise sind.
Die Hauptautorin der Studie, Dr. Tara Garnett, sagt, dass die Aufzucht von grasgefütterten Kühen "in keiner Weise eine Lösung für das Klima ist. Die steigende Tierproduktion und der steigende Tierkonsum verursachen unabhängig vom Haltungssystem und von der Tierart schädliche Treibhausgasemissionen und tragen zu Veränderungen in der Landnutzung bei.

Dieser Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Weidehaltung von Rindern keine nennenswerte Lösung für den Klimawandel darstellt und Kohlenstoff nur unter ganz bestimmten Bedingungen gebunden werden kann, und selbst dann ist der gebundene Kohlenstoff "gering, zeitlich begrenzt, reversibel und wird durch die Treibhausgasemissionen, die diese Weidetiere erzeugen, erheblich aufgewogen".