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Warum Plant Based Treaty?

Die Tierhaltung ist ein Hauptverursacher der Klimakrise

Wir befinden uns im Zeitalter multipler Krisen: der Klimakrise, Biodiversitätskrise und der Krise der Ozeane. Die Tiernutzung ist zu einem Großteil die treibende Kraft dahinter. Neben der globalen Erderwärmung ist sie für zahlreiche weitere ökologische Probleme verantwortlich, wie zum Beispiel die großflächige Abholzung von Wäldern, den Verlust der Artenvielfalt, Wasserknappheit, Bodendegradation und marine Todeszonen.

Die Energiewende alleine reicht daher nicht aus, um unseren Planeten zu retten - wir müssen auch bei unserer Ernährung ansetzen. Und genau hier kommt der Plant Based Treaty ins Spiel! Durch deine Unterschrift hilfst du mit, Druck auf die Regierungen dieser Welt auszuüben. 

Die Tierhaltung bedroht nicht nur unsere Lebensgrundlagen, sie schadet den Menschen auch ganz direkt. Ethnisch marginaliserte Gruppen sind in besonderem Maße davon betroffen. Die Indigene Bevölkerung im Amazonasgebiet ist illegalem Landraub ausgesetzt, während strukturell benachteiligte Gemeinschaften unter giftigen Abfällen aus Mastbetrieben und Schlachthöfen leiden. Arbeiter*innen in der Tierindustrie sind mit gefährlichen Arbeitsbedingungen konfrontiert und erleiden psychische Traumata.

Zahlreiche Wissenschaftler*innen warnen im  sechsten IPCC-Report, dass wir den Methanausstoß reduzieren müssen, um den Kollaps zu verhindern. Der federführende Reviewer Durwood Zaelke erklärt, dass die Verringerung des Methanausstoßes wahrscheinlich die einzige Möglichkeit sei, einen Temperaturanstieg von 1,5 °C über das vorindustrielle Niveau zu verhindern. Anderenfalls würden extreme Wetterereignisse zunehmen und mehrere planetare Kipppunkte könnten überschritten werden. Dann gibt es kein Zurück mehr. Zaelke weist darauf hin, dass "die Reduzierung von Methan die größte Chance ist, die Erwärmung bis 2040 zu verlangsamen. Wir müssen diesem Notfall angemessen begegnen".

Kurzum, die drei wichtigsten Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas müssen dringend eingedämmt werden. Regenerative Energien und ein pflanzliches Ernährungssystem sind Lösungen, die die drohende Katastrophe abwenden können. Sie liegen in greifbarer Nähe - wir müssen sie nur umsetzen.

Business as usual ist keine Option

Wir müssen dringend auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse handeln und Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zusammenbringen. Gemeinsam müssen wir Maßnahmen entwickeln, die die eskalierende Klimakrise aktiv angehen.

Ein Abkommen, das unser Ernährungssystem angeht, ist notwendiger denn je. Das Pariser Klimaabkommen schweigt sich über die Tierhaltung aus, obwohl diese maßgeblich zur globalen Erwärmung beiträgt und entsprechend relevant für das Erreichen der Klimaziele ist. Wie das unabhängige Politikinstitut Chatham House in seinem Bericht von 2014 bestätigt, ist es von zentraler Bedeutung, die weltweite Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten in Richtung pflanzlicher Produkte zu verlagern. Diese Position wird von Wissenschaftler*innen aus aller Welt ausdrücklich geteilt, darunter Michael Clark, Forscher an der Universität von Oxford. Er weist darauf hin, dass "selbst bei einem sofortigen Stopp der Emissionen aus fossilen Brennstoffen allein die Emissionen aus unseren Ernährungssystemen die globalen Temperaturen um mehr als 1,5 °C erhöhen könnten".

Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschunghat die planetaren Grenzen identifiziert und quantifiziert. Er sagt: "Die Risiken, denen wir gegenüber stehen, sind so immens, dass ein 'weiter so wie bisher' keine Option ist."

Was ist das Pariser Klimaabkommen?

Das Klimaabkommen von Paris wurde im Jahr 2015 verabschiedet. Es ist ein rechtlich bindender, internationaler Vertrag, der zahlreiche Regierungen der Welt dazu verpflichtet, sich der Klimakrise ernsthaft anzunehmen.

Das Abkommen zielt darauf ab, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, um die schlimmsten Auswirkungen abzuwenden. Das Pariser Abkommen erkennt an, dass jeglicher Temperaturanstieg lebensverändernde Folgen für unseren Planeten haben wird. Bei einer Erwärmung um mehr als 2°C werden diese jedoch katastrophal sein. Jeder Temperaturanstieg erhöht die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden, eisfreien Sommern in der Arktis und den Verlust von Lebensräumen für Säugetiere, wie der Bericht der Vereinten Nationen zum Klimawandel nahelegt.

Erdrückende wissenschaftliche Lage

Das Pariser Abkommen überlässt es den Ländern, Unternehmen und Einzelpersonen, Veränderungen vorzunehmen. Grundlegende Veränderungen in unserem Lebensmittelsystem wurden jedoch weitgehend ignoriert und auf Regierungsebene zuweilen sogar bekämpft. 

Wissenschaftliche Erkenntnisse entlarven zweifellos die katastrophalen Auswirkungen der Tierhaltung und zeigen eine Revolution der pflanzlichen Ernährung als wesentliche Lösung auf. Laut ProVeg International und renommierten Wissenschaftler*innen zahlreicher Forschungseinrichtungen wird es für Regierungen unmöglich sein, die Ziele des Pariser Abkommens einzuhalten ohne eine umfassende Umstellung auf ein pflanzliches Ernährungssystem. Selbst wenn die Emissionen aus fossilen Brennstoffen vollständig gestoppt würden.

Die Tierhaltung ist "für rund 66 % der jährlichen Emissionen aller Lebensmittel verantwortlich, liefert aber nur 18 % der Kalorien".
- Johan Falk, 2020

Sehenden Auges in die Katastrophe

Die Durchschnittstemperatur der Erde liegt bereits jetzt mehr als 1°C über dem Wert der vorindustriellen Ära. Der Zeitraum der letzten fünf Jahre war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Jahr 2021 berichtete die UN-Wetterbehörde, die Weltorganisation für Meteorologie, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass die globalen Durchschnittstemperaturen in mindestens einem der nächsten fünf Jahre über 1,5 °C ansteigen werden.

Die globalen Temperaturen hängen mit der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre zusammen. Nach Ansicht von Dr. James E. Hansen vom Earth Institute liegt ein sicheres Niveau bei 350 Parts per Million (ppm). Dieser Wert wurde jedoch bereits 1998 überschritten und hat im April 2021 ein Rekordmaximum von 420 ppm erreicht. Der IPCC ist der Ansicht, dass ein Temperaturanstieg von 2 °C unvermeidlich sei, sobald wir 450 ppm überschreiten.

Wozu ein Plant Based Treaty?

Genau wie das Pariser Abkommen erkennt derPlant Based Treatyan, dass kein Land im Alleingang die ökologischen Auswirkungen der Tierhaltung abwenden kann. Angesichts der globalen Notlage ist eine globale Lösung erforderlich, um die Klimakatastrophe aufzuhalten.

Durch individuelle und systemische Veränderung können Gemeinschaften, Unternehmen und Behörden auf allen Ebenen zusammenarbeiten.

Die Umstellung auf eine vegane Ernährung ist die größte Einzelmaßnahme, die ein Mensch für unseren Planeten ergreifen kann, und der IPCC stimmt zu, dass eine Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung die mit der Ernährung verbundenen Treibhausgasemissionen erheblich reduzieren kann. Eine Studie der Universität Oxford hat errechnet, dass große Veränderungen im Lebensmittelsystem notwendig wären, d. h. wenn sich alle Menschen weltweit pflanzlich ernähren würden, um die lebensmittelbedingten Emissionen um bis zu 70 % zu senken.

Abseits von Emissionen

Als Ergänzung zum Pariser Abkommen bietet Vertrag auf Pflanzenbasis sinnvolle Lösungen und einen soliden Weg, um unsere Auswirkungen auf den Planeten zu verringern. Mit einer rechtsverbindlichen Verpflichtung zu unseren drei R's: Relinquish, Redirect und Restore, können die Staaten ihre Emissionsreduktionsziele erreichen und übertreffen sowie den überschüssigen Kohlenstoff aus der Atmosphäre durch Wiederbewaldung und Wiederaufforstung absorbieren, was uns auf ein sicheres Niveau zurückbringt. Und nicht nur das: Vertrag auf Pflanzenbasis wird sich auch positiv auf zahlreiche andere gefährliche Bereiche auswirken, wie z.B.:

  • Methan- und Distickstoffoxidwerte
  • Landnutzungsänderungen durch Entwaldung
  • Artensterben und Verlust der biologischen Vielfalt
  • Wasser- und Luftverschmutzung
  • Eutrophierung
  • Todeszonen im Meer, Versauerung und Korallenbleiche
  • Risiko von Zoonosen und Pandemien
  • Öffentliche Gesundheit und Wohlbefinden 
  • Zugang zu gesunden Lebensmitteln 
  • Schutz indigener Gemeinschaften

Eine pflanzliche Ernährung wirkt sich auf eine höhere Anzahl planetarer Grenzen positiv aus als jeder andere Lösungsansatz.

Die Zeit ist gekommen

Die allererste globale Bestandsaufnahme des Pariser Abkommens findet von 2021 bis 2023 statt und wird alle fünf Jahre wiederholt. Bei der Bestandsaufnahme werden die kollektiven Fortschritte der Welt bewertet.

Die Schlussfolgerungen der Bestandsaufnahme sind nicht präskriptiv, sondern enthalten Empfehlungen, bewährte Verfahren, neue Möglichkeiten und Erfahrungen. 

Darin liegt eine Chance für Vertrag auf Pflanzenbasis , in diese Empfehlungen einbezogen zu werden. Wenn wir eine Dynamik aufbauen und genügend Druck von unten durch die Öffentlichkeit, Wissenschaftler, Unternehmen und Kommunalverwaltungen erzeugen, können wir die Politik gestalten und das Tempo der Reform mitbestimmen. Es ist an der Zeit, etwas Lärm zu machen!

Wie können wir eine Dynamik lostreten und Druck aufbauen?

Die existenzielle Bedrohung, mit der wir konfrontiert sind, während wir auf ein Mad-Max-Szenario zusteuern, ist äußerst besorgniserregend, aber es ist noch Zeit, das Schiff zu wenden. Aber wir müssen jetzt handeln, und zwar schnell. 

Und genau da kommen Sie ins Spiel! Egal, ob Sie alleine oder als Teil einer Klima-Aktionsgruppe, einer Schule, eines Krankenhauses, eines Unternehmens oder einer Stadt handeln, Sie können Teil einer wachsenden Bewegung sein , die den Wandel vorantreibt und dabei hilft, eine bessere Zukunft für kommende Generationen zu schaffen. Klicken Sie hier, um ein PBT-Team zu gründen oder sich für ein Einführungsgespräch anzumelden.

Unterstützen Sie die Vertrag auf Pflanzenbasis , wenn Sie es noch nicht getan haben, und sagen Sie Ihren Freunden, Verwandten und Kollegen, dass sie mitmachen sollen. Besuchen Sie unsere Kampagnen-Hub um aktiv zu werden, spenden Sie wenn Sie können, und abonnieren Sie unseren Newsletter für Aktionswarnungen und Aktualisierungen.

Wenn Sie Hilfe und Unterstützung bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung benötigen, nehmen Sie das Veganer-Versprechen. Eine pflanzliche Ernährung ist die wirksamste Maßnahme, die Sie ergreifen können, um den Planeten zu retten, aber Sie können noch mehr tun. Sehen Sie sich unseren Leitfaden zur Reduzierung Ihres CO2-Fußabdrucks.

Lass uns Freunde sein

Wir lieben es, Kontakte zu knüpfen,  deshalb findest du uns auf allen wichtigen Social-Media-Plattformen. Wir haben eine großartige Online-Community, in der wir Neuigkeiten, Ideen und Aktionen austauschen. Wir würden uns freuen, dich mit an Bord zu haben. Wir sehen uns dort!